Was bringt die Zukunft im Fitnesssektor?

Fitness-News
October 29, 2018

Sind Equipment-Startups wie dieses die Zukunft der Fitnessbranche?

Nicht nur die kleinen digitale Helfer wie Schrittzähler machen erhebliche Fortschritte, auch andere Fitnessgeräte vollziehen die digitale Transformation. Daher halten in den Studios inzwischen manche wirklich sehr innovativen Modelle Einzug. Wer langfristig erfolgreich bleiben will, kommt an diesem Trend nicht vorbei, denn die neuen Geräte und Systeme erlauben eine Verzahnung von Training und Datenverwaltung, die einerseits das Trainingserlebnis und die Resultate verbessert und andererseits den Studiobetreibern wertvolle Hinweise liefert.

Schon in den nächsten beiden Jahren dürften manche neue Produkte die Fitnessbranche gründlich umkrempeln. Eines der Startups, die jetzt schon Furore machen, ist Tonal.

Mit Magneten ins Fitnesstraining?

Das Trainingssystem von Tonal basiert auf dem Einsatz von Magneten. Prinzipiell handelt es sich eigentlich um ein Konzept, dass für die Heim-Fitness entwickelt wurde. Das System besteht aus einer Kombination von Flachbildschirm und Krafttraining-System. Zusätzlich hat das System den Vorzug, dass ein Abonnementssystem alle Trainingsdaten erfasst und auswertet.

Kein Wunder, dass die Entwickler Tonal als das „intelligenteste Fitness-System der Welt“ anpreisen.  Immerhin bietet es wirklich eine revolutionäre Ausstattung, von Experten erstellte Videos und Anleitungen, die personalisiert sind und zu Hause – oder eben im Studio – in Ganzkörperworkouts umgesetzt werden können. Dabei sind Hunderte von Übungen möglich. Wer noch skeptisch ist, wird vermutlich schon bald in seiner Nähe die Gelegenheit haben, das System in der Praxis zu sehen. Die Technologie beruht auf einem elektromagnetischen Motor und zwei verstellbaren Arme, die für die Ausführung der Übungen genutzt werden. Druck und Gewichte werden digital justiert, das System ist lernfähig und beschert dem Nutzer also eine wirklich integrierte Trainingserfahrung.

Besondere räumliche Voraussetzungen sind nicht erforderlich – das System ist wandmontiert. Einmal angebracht, interagiert Tonal mit dem Benutzer, die Intensität des Trainings entspricht dem eigenen Feedback.

Vorerst fürs Heim-Fitness

Das klingt natürlich alles wirklich super. Leider ist das Tonal-System bis jetzt für die Fitness daheim konzipiert. Eine Lösung für den Einsatz im Fitness-Studio ist derzeit noch nicht am Markt, aber angesichts des starken Interesses könnte sich das ändern. Oder aber – und auch das ist wahrscheinlich – andere Anbieter setzen auf diesem Konzept auf und entwickeln es weiter.

Interagieren mit einem Bildschirm

Das wirklich neue an Tonal ist das große, eingebaute Display, das sowohl Anleitungen geben als auch Auswertungen darstellen kann. So wird in einem Gerät die Ausführung der Übungen und die Messung der Leistung kombiniert. Außerdem lernt das System mit zunehmendem Gebrauch die Vorlieben und Gewohnheiten des Benutzers kennen und optimiert das Training dementsprechend. Softwareupdates sorgen dafür, dass Tonal immer auf dem neuesten Stand gehalten wird und um neue Inhalte ergänzt werden kann. Auch andere digitale Fitness-Systeme, wie Apples HealthKit, können mit Tonal verknüpft werden. Auf diese Weise kann das System auf die Daten der iOS-App zugreifen und beispielsweise die Herzfrequenz und Schlafgewohnheiten des Nutzers als Trainingsparameter berücksichtigen.

Wird die Technologie den Personal Trainer verdrängen?

Die neuen Technologien sind spannend und bieten einige wirklich revolutionäre Ansätze. Das heißt aber nicht, dass sie die Betreuung durch einen Trainer und die Aktivitäten im Studio verdrängen werden. Dazu ist das Gemeinschaftserlebnis gerade in kleinere Fitnessstudios den Mitgliedern viel zu wichtig – der soziale Effekt sollte nicht unterschätzt werden. Eher werden digitale Technologien bestehende Möglichkeiten ergänzen und virtuelle und Echtzeitkonzepte miteinander verzahnen. Außerdem sind die High End Systeme bislang noch so kostspielig, dass die Mehrheit der privaten Nutzer sich das einfach nicht leisten kann.

Digitale Möglichkeiten mit dem Training im Gym kombinieren

Vorausschauende Fitnessclubs, die schon jetzt damit beginnen, Automationen und Big Data in ihr Geschäftsmodell einzubinden, können schon bald eine Mischung aus persönlichem Coaching und futuristischen Geräten bereitstellen, so dass sie hier für ihre Mitglieder ein Kundenerlebnis der besonderen Art bieten können.

Besonders Betreiber von kleinen oder mittelgroßen Fitness-Studios wissen ja, dass nicht nur die Gründung harte Arbeit ist, sondern am Alleinstellungsmerkmal beständig gearbeitet werden muss, damit man sich gegen die Discounter in der Branche behaupten kann. Arbeitsentlastung durch Automatisierung und gleichzeitig eine personalisierte Kundenerfahrung mit intelligenten Geräten können hier ein Schritt in die richtige Richtung sein.

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